Film

Rudolf Thome - Überall Blumen

Dokumentarfilm, 84 Min., HD Farbe, D 2016

Einige Jahre lang begleitete mich der Gedanke, einen Film über Rudolf Thome zu drehen. Als ich Ende des Jahres 2013 mit ihm telefonierte, erzählte er mir, dass er im nächsten Jahr wieder ein Drehbuch schreiben würde. Falls die Finanzierung nicht zustande käme, wäre es sein letztes. Für mich war nach dem Gespräch klar, dass der Zeitpunkt gekommen war, meinen Film zu beginnen. Rudolf vertraute und erlaubte mir, ihn über einen längeren Zeitraum immer wieder auf seinem Bauernhof zu besuchen. Wir verbrachten viel Zeit miteinander, sprachen über seine Filme, seine Erfahrungen in den letzten 50 Jahren und Erinnerungen aus seiner Kindheit. Es waren intensive Gespräche, die mir noch eindringlicher bewusst gemacht haben, wie verwachsen sein Leben mit seinen Filmen ist. Der Bauernhof als neuer Lebensmittelpunkt ist ein Ort voller Spuren aus seiner Vergangenheit. Ich wollte einen Film über Rudolf machen, der nicht nur sein Filmschaffen reflektiert, sondern darüber hinaus einen besonderen Menschen zeigt.

 

Regie Serpil Turhan
Buch Serpil Turhan, Eva Hartmann
Kamera Serpil Turhan
Schnitt Eva Hartmann
Ton Serpil Turhan
Sound Design André Zimmermann
Produzentin Barbara Groben
Produktion Luzid Film

Uraufführung Berlinale Forum 2016

Viennale Vienna International Film Festival 2016
40. Duisburger Filmwoche 2016
33. Kasseler DOK Fest 2016

KRITIKEN

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Dilim Dönmuyor - Meine Zunge dreht sich nicht

Dokumentarfilm, 92 Min., HD Farbe, D 2013

Meine Mutter heiratete meinen Vater 1973 in Küçük Otlukbeli, einem kleinen Dorf im Osten der Türkei. Nach ihrer Hochzeit emigrierten sie nach Berlin. Seit über 30 Jahren hat meine Mutter ihr Heimatdorf nicht mehr besucht. Jedes Jahr nahm sie sich die Reise dorthin vor, verschob sie jedoch immer wieder. Im Jahr 2011 begleite ich meine Großeltern mit einer Kamera in das Dorf. Küçük Otlukbeli ist mittlerweile verlassen. Geblieben sind Erinnerungen, Ruinen und die Natur. Meine Großmutter erzählt mir zum ersten Mal von ihrer Kindheit, ihrem harten Leben im Dorf und ihrer Hochzeit. Mit den Eindrücken aus der Heimat meiner Eltern kehre ich nach Berlin zurück und nehme sie in ihrem Alltag auf. Wir führen Gespräche über ihre Erinnerungen an das Dorf, über ihr Leben in Deutschland und über den Verlust ihrer kurdischen Muttersprache.

„Dilim Dönmüyor- Meine Zunge dreht sich nicht“ ist eine Spurensuche in die Vergangenheit und Gegenwart meiner Familie. In Fragmenten aus dem Leben von drei Generationen erzählt der Film von der schmerzhaften Trennung der Familie durch die Migration, vom Verschwinden ihrer kurdischen Identität und von der Suche nach Heimat.

 

Regie Buch Kamera Serpil Turhan 
Schnitt Eva Hartmann
Ton Serpil Turhan 
Sound Design Andreas Drechsel
Produktion Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

Uraufführung 37.Dusiburger Filmwoche 2013

Int.Premiere Cinéma du Réel Paris 2014
Documentarist Istanbul Documentary Days, 2014
Internationales Frauenfilmfestival Dortmund/Köln 2014
Dokumentarfilmwoche Hamburg 2014
Achtung Berlin 2014
Festival de cinéma de Douarnenez 2016

KRITIKEN

TAZ

Herr Berner und die Wolokolamsker Chaussee

Dokumentarfilm, 39 Min., 16mm s/w, D 2010

Herr Berner liest Heiner Müllers „Wolokolamsker Chaussee“. Der Theatertext führt ihn an seine eigene Vergangenheit. Es sind Erinnerungen an die Kriegszeit bei der Waffen SS, die Zeit in Russland und die Begegnung mit seiner Frau in Berlin. Die Gegenwart ist das Leben allein im Heim. Oft denkt er zurück, jetzt, nachts, wenn er nicht schlafen kann, denkt an alte Zeiten. Was man hätte besser machen können. "Vielleicht hätte man es anders gemacht. Aber man weiß es nicht".

Die 16mm Filmaufnahmen, die ich von Hand im Eimer entwickelte, drehte ich nach den Tonaufnahmen. Durch die Art der Entwicklung entstanden an manchen Stellen schwarze Flecken und Unterbrechungen auf den Bildern. Die Montage der Ton- und Filmaufnahmen war der Versuch, mein Bild von Herrn Berner zusammenzufügen, trotz der Lücken und Fragen, die bleiben.

 

Regie Buch Serpil Turhan
Kamera Serpil Turhan, Simon Quack
Schnitt Serpil Turhan, Eva Hartmann
Ton Eva Hartmann, Marco Kugel
Sound Design Andreas Drechsel
Mitarbeit Florian Haag, René Frölke
Produktion Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

Uraufführung 34.Duisburger Filmwoche 2010
(Förderpreis der Stadt Duisburg)

Fid Marseille Frankreich 2011 (Int. Premiere)
Dokumentarfilmwoche Hamburg 2011
Crossing Europe Linz Österreich 2012
états généraux du film documentaire, Lussas Frankreich 2013
21. Bundeswettbewerb Atlas 2013 Kunststudenten stellen aus
Dok.fest München 2013
10. Dokumentarfilmwoche Hamburg (Retrospektive) 2013

Nominierung für den „Preis für junge FILMkunst 2011“
von der Kooperation Preis der Nationalgalerie für junge Kunst und Deutsche Filmakademie e.V.